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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gartenfreunde,
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verehrte Freunde des gepflegten Reisens!
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Die närrischen Tage sind vorüber, der Frühling schickt seine ersten Boten und bald schon werden sie wieder in allen Farben erblühen: die Tulpen!
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In unserem Newsletter dreht sich alles um die tolle Knolle.
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Die Tulpe ist weit mehr als eine hübsche Blüte: Sie steht für Liebe, Reichtum, Vergänglichkeit und Neubeginn – und verzaubert seit Jahrhunderten Menschen rund um den Globus. Ihre Reise führt vom Orient über die legendäre Tulpenmanie in den Niederlanden bis zur heutigen Beliebtheit als farbenfroher Frühlingsbote.
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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich beim "Gärteln"!
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Im Sommer-Newsletter entführen wir Sie in die Metropole am Zuckerhut ... Rio de Janeiro!
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INHALT DES NEWSLETTERS
Botanischer Steckbrief
Geschichte der Tulpe
Tulipmania - Die erste Spekulationsblase der Welt
Die Tulpe in der Kunst
Durch die Blume ...
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Mit eleganten Formen und wunderbaren Farben verkörpert sie Schönheit und Lebensfreude, erinnert aber auch an die Zerbrechlichkeit des Glücks. Als königliches Symbol, als Kunstmotiv oder als kostbares Geschenk erzählt sie eine spannende Geschichte von Leidenschaft, Wohlstand und kulturellem Austausch, die bis heute weiterblüht.
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Tulpen (Tulipa) gehören zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und sind von Nordafrika über Europa bis nach Zentralasien verbreitet. Mit weit über 4.000 Arten und Sorten gehört die Tulpe zu den variantenreichsten Blumen der Welt.
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Sie bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Blütezeit ist, je nach Sortengruppe und Standort, ab Anfang April bis Ende Mai.
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Aus mehreren Wildarten (Tulipa sylvestris) entstand dabei die Gartentulpe (Tulipa gesneriana). Heute existieren zahlreiche Hybriden, die in Rabatten und Staudenbeeten sowie als Schnittblumen geschätzt werden.
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Wildtulpen sind heutzutage voll im Trend, sind sie doch robuste Grazien. Als echte botanische Tulpen begeistern sie durch natürliche Anmut und enorme Vielfalt. Sie fühlen sich in sonnigen Steingärten und Steppenpflanzungen wohl und kommen mit Hitze bestens klar.
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Am richtigen Platz bleiben sie jahrelang und werden von Jahr zu Jahr üppiger. Und Bienen lieben ihre Blüten!
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Im Mittleren Orient wurden Tulpen bereits über Jahrhunderte kultiviert. Schon im 9. Jh. tauchen sie in persischen Schriften auf. Auch ihr Name geht auf die orientalische Herkunft zurück. Über das türkische Wort "Tülbend", abgeleitet vom persischen "Delband" für "Geliebte", bekam die edle Knolle ihren Namen.
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Von den sonnigen Hängen Zentralasiens gelangte die Tulpe im 16. Jh. nach Europa und wurde dort in kürzester Zeit zum Star der Gartenkunst.
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Ihre Einführung markierte die „orientalische Periode“ der Gartenkultur, in der neben Tulpen auch Hyazinthen und Narzissen in Westeuropa gefeiert wurden.
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TULIPMANIA - Die erste Spekulationsblase der Welt
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Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sich Holland zu einem Zentrum der Zwiebel- und insbesondere der Tulpenzucht. Geschätzt wurde die Tulpe, weil sie neu, exotisch, exklusiv, dekorativ und ein bisschen anspruchsvoll war.
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Im Goldenen Zeitalter der Niederlande im 17. Jh. wurde die Tulpe vom begehrten Statussymbol zum heißesten Spekulationsobjekt Westeuropas: Die Tulpenmanie griff um sich. Tulpenzwiebeln wurden zu Anlagegütern, einzelne seltene Zwiebeln erzielten gar den Gegenwert eines Hauses.
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Die wertvollste Tulpe „Semper Augustus“- die "immer Erhabene" - wurde auf dem Höhepunkt der Spekulationsblase 1637 für sagenhafte 10.000 Gulden gehandelt. 1623 hatte sie noch 1.000 Gulden gekostet. Bei einem Durchschnitteinkommen von 150 Gulden im Jahr auch kein Pappenstiel.
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Sie ist, wie die meisten dieser Sorten, mittlerweile ausgestorben, da sie vom Tulpenmosaikvirus befallenen und von den Züchtern vernichtet wurden, um nicht den gesamten Bestand zu infizieren.
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Es waren besonders die mehrfarbig geflammten, gestrichelten, gestreiften, geränderten oder gesprenkelten Tulpen, die im Zentrum der Spekulationsgeschäfte standen.
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Der Rausch endete 1637 abrupt: Die Preise stürzten ab, Spekulanten erlitten empfindliche Verluste. Die „Tulpenwoede“ gilt als erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte.
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Jan Brueghel der Jüngere hält in seinem Gemälde „Persiflage auf die Tulpomanie“ (Frans-Hals- Museum, Haarlem) der Spekulation den Spiegel vor: In mehreren kleinen Szenen tummeln sich Affen in Menschenkleidern, die als Tulpenmakler und -käufer den Irrwitz des Tulpenhandels karikieren.
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Vor allem in den Niederlanden prägten Tulpen das 17. Jahrhundert. Mode, Handel und Gartenkultur wurden von ihnen beeinflusst. Man begegnet ihr in Miniaturen, auf Keramik, als Textilmuster, ja sogar auf Schuhen ...
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Das Motiv des Blumenstraußes war in der Malerei erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts als selbstständiges Bildthema anerkannt worden.
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Maler wie Ambrosius Bosschaert oder Jan Brueghel der Ältere, genannt der Blumen-Brueghel, setzten Tulpen und Blumensträuße in prächtigen Stillleben in Szene: wunderbar perfekt detailliert - und zugleich als Vanitas-Symbol für Vergänglichkeit.
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Da die Blumenzucht zu diesem Zeitpunkt noch ganz am Beginn stand, stellten Blumensträuße eine große Besonderheit dar. Sowohl reale als auch gemalte Sträuße wurden als kostbare Rarität angesehen, zumal aufgrund ihrer langen Entstehungsdauer von mehreren Monaten.
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Tulpen bezaubern nicht nur mit leuchtenden Farben und eleganter Silhouette – ihre Symbolik macht sie zur Trägerin leiser Botschaften. Die klassischen Frühlingsboten stehen für Optimismus und Lebensfreude.
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Mit der richtigen Farbwahl für den Blumenstrauß lässt sich eine persönliche Note mitschicken: Rot steht für romantische Liebe, Rosa für freundschaftliche Verbundenheit, Weiß für Reinheit und Neubeginn. Gelb bringt Freude und Licht und Violett bedeutet vornehme Würde.
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